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Niedrige Kaffeepreise – Nestlé ergreift Maßnahmen zur Unterstützung der Kaffeebauern

Die Preise für Kaffeebohnen sind auf ein historisches Tief gesunken. Grund hierfür ist eine andauernde Überproduktion im Vergleich zur Nachfrage. Opfer dieser Entwicklung sind vor allem die Kaffeebauern und deren Familien, die unter den niedrigen Kaffeepreisen leiden. Was tun? Nestlé trägt seit Jahren dazu bei, mit verschiedenen Projekten den Lebensstandard der Kaffeebauern anzuheben und so zu deren Wohlergehen beizutragen. Einige Beispiele:

Direkteinkauf - Bauern sollen vom Mehrwert ihrer Kaffeeernte profitieren können
Bereits vor über 20 Jahren hat Nestlé auf industrieller Ebene ein Direkteinkaufsystem für die Kaffeebauern entwickelt. In den Kaffeeerzeugerländern mit Nescafé-Fabriken wurden hierfür entsprechende Ankaufstellen eingerichtet. Hier können die Bauern ihren Kaffee direkt und ohne Zwischenhändler verkaufen. So behalten die kaffeeproduzierenden Länder einen größeren Anteil des Wertes ihrer Produktion für sich. Im Jahr 2002 hat Nestlé seinen Direkteinkauf von 100.000 auf 110.000 Tonnen erhöht. Dies entspricht 14 % des Rohkaffeeeinkaufs von Nestlé.

Umstieg auf Spezialitätenkaffees und Nischenmärkte
Eine Möglichkeit um höhere Preise zu erzielen, ist die Ausrichtung der Kaffeebauern auf Nischenmärkte wie Spezialitätenkaffee oder Sorten, die das Etikett „ökologisch“ oder „fairer Handel“ tragen. Nestlé bietet den Bauern diese Chance mit der Spezialitätenkaffeemarke Nespresso. Die Pflanzer erhalten so höhere, der Qualität entsprechende Preise.

Produktdiversifizierung
Bauern, die keine Möglichkeit haben, Spezialitätenkaffee in gewünschter Qualität zu erzeugen, unterstützt Nestlé dabei ihre Abhängigkeit vom Kaffee zu verringern und so neue Einnahmequellen zu erschließen. Solche Einkünfte können sie z. B. aus dem Anbau weiterer Feldfrüchte erzielen.

Abschaffung von Handelsbeschränkungen
Für die Kaffeepflanzer ist es jedoch kein leichtes Unterfangen, sich auf andere Erzeugnisse umzustellen. Subventionen für die Landwirtschaft in den Vereinigten Staaten und der EU sowie andere Handelsbarrieren behindern den Zugang zu größeren Märkten. Sie hemmen die Versuche, landwirtschaftliche Produkte gewinnbringend nach Europa und Nordamerika zu verkaufen. Nestlé hat sich wiederholt für die Abschaffung dieser Handelsbeschränkungen eingesetzt.

Technische Beratung für Kaffeebauern
Qualitätsverbesserungen schlagen sich direkt auf das Einkommen der Bauern nieder. Die technische Beratung für Kaffeebauern ist eine wirksame Art, ihnen bei der Verbesserung der Anbaumethoden zu helfen. Beide Seiten können dabei nur gewinnen: Die Bauern profitieren von der kostenlosen Beratung der Nestlé-Landwirtschaftsdienste und werden auf den neuesten Wissensstand gebracht. Nestlé stellt dadurch sicher, die für ihre Nescafé-Fabriken erforderliche Qualität zu erhalten.

Lokale Wirtschaftsförderung
Zu oft sind die Entwicklungsländer nur Produzenten landwirtschaftlicher Rohstoffe, die zur Weiterverarbeitung direkt in Industrieländer exportiert werden. Der Mehrwert bleibt also nicht im Besitz dieser Länder. Bei Nestlé befinden sich fast die Hälfte ihrer Beschäftigten und Fabriken in Entwicklungsländern. Was speziell Nescafé betrifft, so betreibt Nestlé 27 Fabriken, von denen elf sich in Kaffeeerzeugerländern befinden. Etwa 55% des Nescafés wird in Entwicklungsländern produziert.

Kaffee-Arbeitsgruppe der SAI
2001 wurde gemeinsam von Nestlé, Unilever und Danone die Initiative für nachhaltige Landwirtschaft (Sustainable Agricultural Initiative, SAI) gegründet. Sie setzt sich die Förderung von Anbaumethoden zum Ziel, die den Bauern ein menschwürdiges Leben ermöglichen, dabei die Umwelt schonen und sozial verantwortliche Arbeitspraktiken gewährleisten.

Angesichts der Komplexität der Kaffeelieferkette beschlossen die SAI-Mitglieder im Jahr 2003, die Kaffee-Arbeitsgruppe zu schaffen, um Nachhaltigkeit in der ganzen Versorgungskette zu gewährleisten. Bis heute sind 17 Unternehmen der SAI-Plattform und der Kaffeegruppe, bestehend aus acht Mitgliedsfirmen, beigetreten und haben Strategien für einen nachhaltigen Kaffeeanbau definiert.

Verhaltenskodex für die Kaffeegemeinschaft (CCCC)
Der Verhaltenskodex für die Kaffeegemeinschaft wurde initiiert vom Deutschen Kaffeeverband (DKV) und der Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit (GTZ). Eine Plattform für Vertreter verschiedener Interessen, die für den Kaffee Nachhaltigkeitsrichtlinien vom Kaffeebaum bis zum Endprodukt festlegen will. Industrievertreter, Vertreter der Zivilgesellschaft und Pflanzer arbeiten gemeinsam an der Marschroute für eine nachhaltige Kaffeeproduktion. Über den DKV zählt Nestlé zu den CCCC-Gründern und ist momentan aktives Mitglied im Lenkungsausschuss. Alle Mitgliedsfirmen der SAI-Kaffeegruppe beteiligen sich aktiv an dieser Initiative.


„Bauern leiden heute unter niedrigen Kaffeepreisen – Was tun?“ (0,8 MB)
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